Nach Absage: Alberto El Patron sucht die Schuld beim deutschen Veranstalter

Nach der Absage von Alberto El Patrons Teilnahme an wXw Slammania, hat der frühere WWE-Star nun mit einem Statement reagiert - und sucht die Schuld beim Veranstalter.

Alberto El Patron hat am Dienstag auf das Statement von wXw zur Absage seiner Teilnahme an wXw Slammania (diesen Samstag in Mannheim) reagiert.

In seinem Stellungnahme behauptet der 38-jährige, wXw sei auf seine üblichen Konditionen, die einen Business-Class-Flug beinhalten, nicht eingegangen. Grundsätzlich stelle er allen Promotern dieselben Konditionen. Für Konfusion sorgt hier das Booking über sein "Management", dass wXw ursprünglich einen Flug in der Economy-Class bestätigt hatte.

Ob es sich generell um ein Kommunikationsproblem handelte oder Alberto El Patron diese Begründung nun als Ausweg suchte, um das eingegangene Booking aus welchen Gründen auch immer nicht eingehen zu müssen, bleibt ganz gewiss unklar.

Im Verlauf seines Statements beschreibt sich El Patron selbst als Opfer und kritisiert weitere fehlende Informationen zu seinen Auftritten (neben wXw Slammania war er auch für einen Auftritt am Freitag in der Schweiz gebucht).

"16 Stunden in einem engen Sitz reisen zu müssen, ist nicht komfortabel", erklärt der frühere WWE-Champion seine Situation. "Ich werde mich von einem Promoter nicht dazu drängen lassen, Bedingungen einzugehen, denen ich niemals zugestimmt habe. Nicht alle Promoter sind gleich. Ich spreche mich gegen jene Promoter aus, die Wrestler wie Untermenschen behandeln."

wXw sprach im eigenen Statement davon, ein Upgrade auf Business-Class-Flüge hätte kurzfristig rund 7.000 US-Dollar an zusätzlichen Kosten verursacht - eine Summe, die aufgrund der Größenordnung der Veranstaltungen in der Schweiz und Deutschland alles andere als wirtschaftlich erscheint.

El Patron hatte bereits ein für Mai geplantes Booking bei wXw abgesagt - das allerdings mehrere Monate zuvor. Im Juli war er einer Wrestling-Veranstaltung zugunsten einer Autismus-Charity in Texas ferngeblieben.

Zuletzt widersprach er der Aussage eines Produzenten von "Lucha Underground", für die zweite Staffel der Wrestling-Serie, die ab November produziert wird, bereits gesetzt zu sein. Underdessen soll der frühere Alberto Del Rio wieder mit WWE in Kontakt stehen, da der Sports-Entertainment-Marktführer dringend einen größeren spanischsprachigen Star in ihren Reihen haben möchte. An diesem Wochenende tourt WWE für mehrere Tage durch Mexiko.

Für Wrestlingfans, die sich Tickets für die Veranstaltungen in Bern oder Mannheim gekauft haben, bleibt die Absage eine Enttäuschung - egal, welcher Seite man hier die eigenen Sympathien zuspricht.

Christian Bruns